Schönster bayerischer Christbaum

„Schönster bayerischer Christbaum" kommt aus Eichendorf

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Bei der Internationalen Christbaumbörse erhielt Walter Geiß für seine Nordmanntanne die Auszeichnung als „schönster bayerischer Christbaum 2010".
Foto: Stefan Klein

Alle Jahre wieder herrscht in vielen Familien kurz vor Weihnachten Alarmzustand: Wo bekommt man jetzt noch einen Christbaum her – oder besser gesagt: einen schönen Christbaum her, der den Namen auch wirklich verdient?

Wer dieses Jahr ganz sicher gehen will, dass die Nordmanntanne (für die allermeisten Deutschen der Weihnachtsbaum der Wahl) auch am 6. Januar noch gut aussieht, ist bei Christbaum Geiß in Eichendorf genau an der richtigen Adresse. Denn Walter Geiß hat sozusagen offiziell die Bestätigung erhalten, dass seine Nordmanntannen die schönsten Bayerns sind.

Zumindest war dies die Meinung eines fachkundigen Publikums bei der 16. Internationalen Weihnachtsbaumbörse in Straßkirchen (nahe Straubing) Mitte September. Mehr als 50 Aussteller aus vier Nationen präsentierten dort etwa 800 Fachbesuchern ihre Christbäume.  Bei der Wahl zum „Schönsten Bayerischen Christbaum“ stellten sich 19 Bäume in den Kategorien „Nordmanntanne“ und „sonstige Baumarten“ dem Votum der Besucher. Und dabei schnitt Walter Geiß’ Nordmanntanne eben am besten ab  (im Bild Mitarbeiter Stefan Sperl mit einem sehr ähnlichen wie dem Siegerexemplar).


Was aber zeichnet nun einen schönen Christbaum aus? „Natürlich gewachsen muss er sein, das ist das Wesentliche“, sagt Seniorchef Walter Geiß, „dann müssen die Reihenabstände passen, in Relation dazu die Länge, die Farbe und die Nadlung.“ Klingt nicht so furchtbar kompliziert, ist aber eine Wissenschaft für sich, wie Geiß sagt. Und die beherrscht offenbar nicht jeder. „In Straßkirchen waren schon manche Bäume dabei, dass die die Produzenten überhaupt dahin fahren wollen, verstehe ich nicht“, schüttelt Geiß den Kopf.

Bei ihm gibt es solche „Ausreißer“ eher nicht, immerhin ist der Eichendorfer schon 22 Jahre im Christbaumgeschäft tätig – und weiß die Firma bei Sohn Walter junior auch zukünftig in den besten Händen.

Wie viele Christbäume Geiß im Jahr produziert, möchte er nicht verraten. Immerhin so viel lässt er durchblicken: „Die Anbaufläche ist mehrere Hektar groß, auf 20 Kulturen verteilt. Zum Teil werden die Pflanzen bei uns selber gezogen, ein Teil wird zugekauft.“ Die Samen für die Nordmanntannen stammen aus dem Kaukasus, genauer aus der Gegend von Ambrolauri in Georgien. Dort kommen die Bäume ursprünglich auch her. „Die Sämlingen werden mit vier Jahren ausgesetzt, vorher sind sie im Samenbeet“, erklärt Geiß. „Dann wachsen sie im Freigelände auf der Plantage weiter, je nach Bodenbeschaffenheit acht bis zwölf Jahre.“ Danach bringen sie Weihnachtsstimmung in die guten Stuben.

„Heutzutage kann man eine Längen- und Triebregulierung an den Bäumen machen“, so Geiß weiter. Zum Teil würden die Tannen sogar mit der Machete in Form geschnitten. Doch bei allen Einflussmöglichkeiten lässt sich die Natur nicht immer zähmen. „Heuer hatten wir Christbaumproduzenten schon unsere Schwierigkeiten. Es gab 2004 eine lange Frostperiode, und dann ist es gleich ziemlich warm geworden – danach aber wieder kalt. Da sind viele Bäume verloren gegangen.“ Sein Betrieb sei jedoch gut davon gekommen.

Es wäre ja auch schade, schließlich bekommt Walter Geiß auch von fachkundigen Gästen immer wieder zu hören, „dass wir wirklich schöne Bäume haben. Aber dafür sind wir ja auch das ganze Jahre hier draußen.“ Damit seine Nordmanntannen auch nächstes Jahr wieder besonders schöne Christbäume abgeben.

Der „schönste Christbaum“ stammt aus der Kultur in Aufhausen/Feldöd. Dort ist Freitag von 13 bis 16 Uhr und Samstag von 9 bis 15 Uhr Plantagenverkauf.

Autor: Stefan Klein